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Zum Ende der Seite springen Der historische Jesus
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Troubadur1 Troubadur1 ist männlich
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Zitat:
Original von Anderle
Ich muss nicht immer in die Bücher gucken, wenn ich meinen Nächsten lieben will..


Dann beantworte mir bitte zwecks Verständnis,was für Dich Nächstenliebe ist ?
31.01.2015 16:18 Troubadur1 ist offline Beiträge von Troubadur1 suchen Nehmen Sie Troubadur1 in Ihre Freundesliste auf
Anderle
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Zitat:
Original von Troubadur1
Zitat:
Original von Anderle
Ich muss nicht immer in die Bücher gucken, wenn ich meinen Nächsten lieben will..


Dann beantworte mir bitte zwecks Verständnis,was für Dich Nächstenliebe ist ?


Deal? Da Du ja Katholik bist, ist die Nächstenliebe, einer deiner Hauptgebote. Dann müsste es ja für dich ein Leichtes sein, hier deine Vorstellungen und deine Praxis in Sachen Nächstenliebe darzustellen. Danach kommt dann meine Darsellung. Einverstanden?

Ist übrigens voll Thema. Der historische Jesus, soll ja Urheber der Nächstenliebe als Hauptgebot gewesen sein.
31.01.2015 19:51
Troubadur1 Troubadur1 ist männlich
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Anderle,das hier

Zitat:
Original von Anderle
Ich muss nicht immer in die Bücher gucken, wenn ich meinen Nächsten lieben will...


hast Du geschrieben,also nehme ich an,dass Du auch eine konkrete Vorstellung davon hast,was für Dich - unabhängig von der Bibel - Nächstenliebe ist.
Aber da Du eine Aussage von mir möchtest,werde ich sie Dir nicht vorenthalten.
Für mich bedeutet Nächstenliebe meinen Nächsten zu lieben,dass heisst aber kein "Seid umschlungen Millionen!" sondern den Menschen zu achten,ihn mit seiner Würde ernstzunehmen und zwar unabhängig von religiöser Überzeugung,sozialer Herkunft usw.!
Nächstenliebe gilt also dem nch Alkohol stinkenden Obdachlosen ebenso wie dem Arbeitskollegen.
Übrigens ist Jesus nicht der Urheber der Nächstenliebe,falls Du damit meinen solltest,dass die Juden sie nicht kannten,sondern erst die Christen,aber die Juden verstanden zur Zeit Jesu die Nächstenliebe nur auf die eigenen Volks-/Glaubensgenossen bezogen,während sie Jesus wieder back to the roots brachte und deutlich machte,dass sie jedem Menschen gegenüber gilt.
31.01.2015 22:59 Troubadur1 ist offline Beiträge von Troubadur1 suchen Nehmen Sie Troubadur1 in Ihre Freundesliste auf
Anderle
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Nächstenliebe heißt für mich, das ich meinen Nächsten genauso behandele, wie ich gerne selber behandelt werden möchte. Das ist zwar nicht ganz unkompliziert, aber zu über 90%, macht man damit alles richtig.

Hier im Forum, möchte ich z.B., das jeder, den anderen User so behandelt, wie er selber gerne behandelt werden möchte. Das wird zwar einigen nicht einleuchten, aber, dann ist es eben keine Nächstenliebe, sondern Diffamierung.

Im Neuen Testament, wird dieses Gebot, Jesus zugesprochen. Jesus ist aber gerade derjenige, dem es offensichtlich an Nächstenliebe mangelt. Insbesondere in seiner Bergpredigt, macht er seine Mitmenschen sowas von würdelos und runter, das diejenigen, die darauf hinweisen, sogar schon von den überzeugtesten Atheisten, zur Ordnung gerufen werden.

Was ist daran Nächstenliebe, wenn ich jemanden verpflichte, sein letztes Hemd und seinen letzten Mantel abzugeben? Was ist daran Nächstenliebe, wenn ich jemanden verpflichte, sich seine 2. Backpfeife auch noch abzuholen? Was ist daran Nächstenliebe, wenn ich jemanden verpflichte, seine Feinde zu lieben? Und, wenn ich jemanden verpflichte, jeden Streit, von seiner Seite aus, wieder zu bereinigen?

Wer so mit Menschen umgeht, hat einem, der seinen Nächsten liebt, bestenfalls mal das Essen gebracht. Verstanden hat er gar nichts. Nächstenliebe heißt, das ich jederzeit, und in jeder Situation, mich frage, "Was würde ich jetzt gerne von den Anderen bekommen?" Und, dann geht man hin, und tut genau das, den Anderen. Nächstenliebe, hat nichts mit Stiefel ablecken zu tun. Sowas machen nur Dummköpfe oder Masochisten.
01.02.2015 06:03
Adamea Adamea ist weiblich
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Anderle
Woher weißt du Wie dein Nächster (behandelt werden möchte? Also so wirklich sicher. Ist dein Wunsch sein Wunsch?

Was ist Nächstenliebe...
Die Liebe von dir zu einem anderen UND die vom anderen zu dir.
Nächsten bedeutet Nächsten!!
Jeder ist der Nächste des Anderen!

Das bedeutet dass du dein letztes Hemd behalten kannst, er müsste es dir nämlich zurückgeben!!
So gesehen braucht es auch garnicht erst dazu zu kommen es herzugeben wenn doch offensichtlich ist das es das letzte Hemd IST.

Ohrfeige.....
"Eine Nuß klappert im Sack nicht!" Grins
Erklärung:
Das klappern ist die Ohrfeige oder der Streit.
Jeder macht Fehler und die klappern manchmal, das Klappern könnte aber auch eine einfache klärende Diskusion sein. Ein miteinander Kommunizieren. Liebevoll.

"Was würde ich gerne von den anderen bekommen?"... als sicheres Wissen dass der Andere das auch will?? Das funktioniert nicht immer.
Sicher, ich weiß du denkst hier nur an liebevolle Dinge, Gesten, Aufmerksamkeiten, Achtsamkeit, Hilfe in der Not, Notlage erkennen, ein harmonisches Zusammen, sich gegenseitig unterstützen usw.
Da ist aber schon das Problem dass man das nicht immer sofort, und schnell genug wahrnimmt. Die Wahrnehmung einer Situation! Wie macht man das immer schnell 100% richtig?

Ne, Stiefel lecken, Popes kriechen und Zucker hinein blasen wäre verkehrt, da gebe ich dir Recht Anderle. knuddeln
Wer dass fordert begeht keine Nächstenliebe AN DIR! (2 Wege System) Grins

Die Dualität ist auch ein "Systemteilchen"! Grins
Sie ermöglicht Pluralität und ist mit ihr Eins.

__________________
So meine derzeitige Meinung, Gedanken und ggf notwendige Vorvorurteile!
"Das wahre Zeichen von Intelligenz ist nicht das Wissen, sondern unsere Vorstellungskraft." (Einstein)
01.02.2015 09:31 Adamea ist offline E-Mail an Adamea senden Beiträge von Adamea suchen Nehmen Sie Adamea in Ihre Freundesliste auf
Maja Maja ist weiblich
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anKoppfass
Zitat:
Quantenphysik weist auf Jesus als «Licht der Welt» hin

Die Quantenphysik hat ein winziges Lichtenergieteilchen entdeckt, das jedes Atom zusammenhält. Ohne diese Energiequelle würde alles zerfallen. Dr. Robi Sonderegger sieht darin einen Hinweis auf Jesus, der in der Bibel als das «Licht der Welt» bezeichnet wird.

Der Australier Robi Sonderegger verbindet als klinischer Psychologe Kenntnisse aus seinem Fachgebiet mit dem Wort Gottes. Er ist überzeugt, dass Glaube und Wissenschaft sich nicht im Geringsten konkurrieren. Biblische Gesetzmässigkeiten würden vielmehr durch wissenschaftliche Entdeckungen bestätigt. Erstaunliche Erkenntnisse zieht Sonderegger beispielsweise aus der Quantenphysik. Hier ein Auszug aus einem Vortrag von Dr. Robi Sonderegger:

«Ich nehme euch heute mit auf eine Reise. Bitte schnallt euch an und schaltet euer Hirn ein. Wir beginnen ganz am Anfang bei der Erschaffung der Welt. Die Schöpfungsgeschichte der Bibel stellt uns nämlich vor ein Dilemma: Wie ist es möglich, dass Gott am ersten Tag Licht schaffen konnte, bevor er die Sonne erschuf? Die Sonne wurde gemäss dem Schöpfungsbericht der Bibel erst am vierten Tag erschaffen (1. Mose, Kapitel 1, Vers 16). Wie kann also Licht ohne Sonne existieren?

Mysteriöse Lichtenergie entdeckt

Um diese schwierige Frage zu beantworten, müssen wir einen Exkurs in die Quantenphysik machen. Wir alle bestehen aus Atomen, welche zu 99,99999 Prozent aus nichts bestehen. Wenn man diese Atome nun genauer untersucht, was die moderne Quantenphysik getan hat, entdeckt man eine Lichtenergie, die fast nicht zu sehen ist. Sie ist wie eine unsichtbare Kraft, die das Atom zusammenhält. Die Quantenphysik lehrt uns, dass alles im Universum durch dieses mysteriöse Licht, diese Energiequelle, zusammengehalten wird.

Hinweis auf Jesus als «Licht der Welt»

Interessanterweise sagt die Bibel etwas ganz ähnliches über diesen Mann, Jesus Christus, der als das «Licht der Welt» bezeichnet wird: Kolosser, Kapitel 1, Verse 16-17: «Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist: Sichtbares und Unsichtbares, Königreiche und Mächte, Herrscher und Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Denn Christus war vor allem anderen; und alles besteht durch ihn.»

Die Quantenphysik hat demnach bestätigt, was uns die Bibel seit Jahrhunderten sagt.

Sichtbares wird durch Unsichtbares zusammengehalten

Was wir hier feststellen können ist, dass die sichtbaren Dinge durch unsichtbare Dinge zusammengehalten werden. Genau gleich vermittelt uns die Bibel, dass die sichtbaren Dinge durch Jesus Christus zusammengehalten werden. Jesus, das Licht der Welt, ist Geist!

Eine weitere wissenschaftliche Gesetzmässigkeit, welche biblische Wahrheiten stützt, ist die Thermodynamik: Sie geht davon aus, dass alles, was von der Energiequelle getrennt wird, stirbt. Der Apfel zersetzt sich nach einer gewissen Zeit, wenn er vom Baum gepflückt wird und keine Energie durch die Äste des Baums mehr erhält. So ist es bei allem Leben, wenn du nicht Energie investierst, wird es sich zersetzen. Ein einfaches Beispiel: Du musst nichts Dummes tun, um deine Ehe zu zerstören. Es reicht, wenn du nichts tust – dann wird deine Ehe auseinanderbrechen. Du musst auch nichts Dummes tun, um das Leben deiner Kinder zu zerstören. Du musst einfach keine Energie mehr in sie investieren, und sie werden sich ganz von alleine selbst zerstören.

Zurück zum Rätsel mit der Sonne

Es hat also nichts mit der Sonne zu tun, dass das Licht existiert, aber es hat mit dieser Energiequelle zu tun. Ohne sie kann nichts bestehen. Durch sie kann die Sonne erst existieren. Diese Lichtenergie wirkt ausserhalb von Raum und Zeit, genau gleich wie Jesus ausserhalb von Raum und Zeit wirkt. Dies könnte eine plausible Erklärung für die Wunder der Bibel sein.»
Quelle


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Ein Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern wohnt das Christentum.
(Ludwig Börne, dt. Schriftsteller, 1786-1837)
19.06.2017 15:29 Maja ist offline E-Mail an Maja senden Beiträge von Maja suchen Nehmen Sie Maja in Ihre Freundesliste auf
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rofl

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Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten. (Gandhi)
19.06.2017 16:02 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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Sorry, ich schaff's g'rad nicht, den ganzen Thread zu lesen und bezieh' mich auf die Eingangsfrage (in der Hoffnung ich wiederhole hier nix bereits abgehandeltes).

Ob es einen historischen Jesus gab, kann aus der Bibel nicht abgeleitet werden, wurde aber m.W. durch andere historische (gesellschaftliche, politische) Quellen/Aufzeichnungen ziemlich sicher belegt.

Die relevante Frage dürfte sein: Entspricht die Bibel-Beschreibung dem tatsächlichen Wesen/Charakter von Jesus?

Und dazu hat Reza Aslan (amerik. Religionswissenschaftler) ein m.E. sehr schönes Buch geschrieben:

Der Zelot
Jesus von Nazareth und seine Zeit


Kennt das jemand hier?

Nicht dass ich Aslan jedes Wort einfach glauben würde, aber er liefert m.E. ein beeindruckendes, in seiner Stimmigkeit sehr bemerkenswertes Bild von einem, der (primär wohl von "Paulus") dafür benutzt wurde eine sogen. "Welt"-Religion auf unserem Planeten zu installieren.

Und vom damaligen "jüdischen" Leben, im Kontext der römischen Besatzung, beschreibt er auch ein sehr anschauliches Bild.

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Philosophie bedeutet Liebe zur Wahrheit und:
Die Schmerzen einer Enttäuschung
sind die Geburtswehen einer Wahrheit

(língyáng)

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12.07.2017 09:55 língyáng ist offline Beiträge von língyáng suchen Nehmen Sie língyáng in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von língyáng
Ob es einen historischen Jesus gab, kann aus der Bibel nicht abgeleitet werden ...

Richtig, vor allem auch weil in der Bibel einiges steht, was historisch falsch ist.

Zitat:

... , wurde aber m.W. durch andere historische (gesellschaftliche, politische) Quellen/Aufzeichnungen ziemlich sicher belegt.

Das sehe ich anders, ich halte Jesus für eine reine Fiktion.
Die 5 o. 6 "Zeugen", die gerne genannt werden, sind sehr zweifelhaft.

Zitat:

Die relevante Frage dürfte sein: Entspricht die Bibel-Beschreibung dem tatsächlichen Wesen/Charakter von Jesus?

Die Bibel beschreibt den Jesus so, wie ihn der Kaiser Roms bzw. die Kirche brauchte.
Nicht umsonst wurde die Bibel ja erst Jahrhunderte nach der angeblichen Lebenszeit von Jesus im 4. bzw. 5. Jahrhundert komponiert.
Schon die Vetus Latina und Vulgata unterscheiden sich teilweise erheblich, sofern wir noch über deren "originalen" Texte verfügen.

Das Buch kenne ich nicht.
Sicherlich will der Autor darauf hinweisen, dass Jesus (falls es ihn gab) sicherlich Jude und nicht Christ war.

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12.07.2017 11:07 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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língyáng .... die Aufzeichnungen über Jesus stammen eigentlich alle erst nach seiner Zeit und von Leuten, die ihn selbst nicht trafen oder kannten. Die Geschichtsschreiber damaliger Zeiten - auch wenn sie als erste Historiker bezeichnet werden - arbeiteten nicht nach den heutigen Maßstäben der Wissenschaft, sondern da ging es oft mehr um Narrative (sinnstiftende Erzählungen), Propaganda und Unterhaltung.
Flavius und Co. stgellen sich dadurch nicht als Nachweise für die Existenz Jesus heraus (aber zumindest als Nachweise, das es wohl einen Kult Jesus gab)

Das es diesen Kult gab lässt annehmbar werden, das es mehr oder weniger eine historische Vorlage gegeben haben könnte. Das aber sind Indizien, die keine wirklichen Nachweise sind.
So könnte es zwei "Jesuse" gegeben haben, die einander eher unterschiedlich waren und in der Bibel miteinader verwoben wurden. Auch spielen Dinge wie der Sol Invictus und Mithraskult Roms mit ein. Das sich diese beeinflussten, erscheint sehr deutlich. Wer aber nun wen mit genau was beeinflusste, bleibt im Dunklem. Auch Mithra galt als Kind einer unbefleckten Geburt am 25. Dez. und hatte 12 Kumpel. die ihn teils begleiteten.
Auch erscheint der Archetyp "Jesus" nicht unbedingt neu zu sein, sondern erinnert in vielen Dingen an althergebrachte Konzepte. Den "menschennahen Sohn" gab es als Idee schon bei den Ägyptern - ein Vorgriff auf die Trinitätslehre. Das Prinzip des widerkehrenden Gottes (Auferstehung) kennt man bereits aus altorientalischen Mythen, wengleich in anderer Darstellung (kein Kreuz und Stein vor der Höhle)

Es gibt auch Annahmen, das Jesus Christus = Julius Cäsar sei, da spielt insbesondere der römische Sol Invictus-Kult mit ein.

Ich könnte mir da noch eher als Bonito vorstellen, das es da eine bzw. mehrere historische Vorlagen gab, aus denen man dann den Bibeljesus bastelte ... aber ebenso könnte er von Römern, bspw. der Konstantinzeit erfunden sein. Der Jesus im NT dürfte zumindest kaum etwas mit einem vorstellbar historischen Vorbild gemeinsam haben, denn dieser NT-Jesus wirkt schon sehr konstruiert.

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*Der Mensch ist der Affe, der am besten nachäffen kann* - MSS

13.07.2017 09:16 chandartha ist offline E-Mail an chandartha senden Homepage von chandartha Beiträge von chandartha suchen Nehmen Sie chandartha in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von bonito
Zitat:
Original von língyáng
Ob es einen historischen Jesus gab, kann aus der Bibel nicht abgeleitet werden ...
... , wurde aber m.W. durch andere historische (gesellschaftliche, politische) Quellen/Aufzeichnungen ziemlich sicher belegt.


Das sehe ich anders, ich halte Jesus für eine reine Fiktion.
Die 5 o. 6 "Zeugen", die gerne genannt werden, sind sehr zweifelhaft.


Deine Sichtweise halte ich allerdings auch für eine Möglichkeit. Hab' aber darüber noch nichts Ausführliches bzw. argumentativ gut aufbereitetes gelesen. Hast du da evtl. einen Buch-Tipp für mich?


Zitat:
Original von bonito
Zitat:
Original von língyáng
... Die relevante Frage dürfte sein: Entspricht die Bibel-Beschreibung dem tatsächlichen Wesen/Charakter von Jesus?


Die Bibel beschreibt den Jesus so, wie ihn der Kaiser Roms bzw. die Kirche brauchte.
Nicht umsonst wurde die Bibel ja erst Jahrhunderte nach der angeblichen Lebenszeit von Jesus im 4. bzw. 5. Jahrhundert komponiert.
Schon die Vetus Latina und Vulgata unterscheiden sich teilweise erheblich, sofern wir noch über deren "originalen" Texte verfügen.

Das Buch kenne ich nicht.
Sicherlich will der Autor darauf hinweisen, dass Jesus (falls es ihn gab) sicherlich Jude und nicht Christ war.


Du scheinst die Vulgata + lat. Übersetzung gelesen zu haben!? - Das bleibt mir verwehrt, wegen fehlender Sprachkenntnisse.
Aber wenn die sich auch erkennbar unterscheiden, bestätigt das nur meine Meinung, dass Jesus (sollte er tatsächlich gelebt haben) aus der Bibel nicht definiert werden kann.

Ja, der Autor schreibt schon auch (u.a.), dass er Jude war, und auch nichts anderes sein wollte. Aber noch wesentlich mehr. Z.B., dass "Jesus von Nazareth" für's damalige Judentum ein innerreligiöser Revolutionär (wie viele andere) war, wie auch eine politische Bedrohung für die Römer, die die ständigen Unruhen unter den Juden im besetzten Gebiet beherrschen wollten. Die Kreuzigung J.v.N.'s war (dem Autor nach) auch keine Ausnahme, sondern fast schon eine Regel von Aufrührern, die J.v.N. vergleichbar sind.

Vieles mehr beschreibt er auch noch in Bezug auf das grundsätzliche Leben/Traditionen/Überzeugungen/Strukturen (gesselschaftl. & politische) usw. sowohl der Römer, als auch der Juden in der damaligen Zeit. Kann ich in seiner Komplexität hier nicht adäquat wiedergeben - sorry. Liest sich aber m.E. insgesamt sehr stimmig und plausibel.

Allerdings denke ich, man sollte (spätestens nach der Lektüre) auch den Werdegang des Autoren berücksichtigen. Erste Kindheit in einer "lasch"-muslimischen Familie im Iran, mit ihr als Jugendlicher wg. Khomeini nach USA immigriert, dort Christentum kennengelert und sich - zum Befremden seiner Familie - dafür begeistert. Christl. Theologie studiert und dabei über die massiven Ungereimtheiten gestolpert. ... schließlich: sich wieder dem Islam zugewendet.

Ein Atheist ist er also nicht Augenzwinker

Sein musl. Glaube fließt m.E. zwar kaum, bzw. nicht erkennbar in seine Ausführungen ein. Aber ihm (wie auch anderen) einfach alles "glauben", halte ich eh für falsch. Spannung und Anregung zum Denken und Reflektion bietet das Buch m.E. trotzdem.

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(língyáng)

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Klarsicht/neu
Tripel As


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Vielleicht ergeben sich aus dem nachstehend aufgeführten Link auch ein paar Informationen, die hier als interessant empfunden werden könnten ?

Der Mithraskult und das Christentum" (die wahre Geschichte über „die Entstehung des Weihnachtsfestes"):
http://religionskritik4.blogspot.de/2013...tentum-die.html

Gruß von
Klarsicht

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„Haben Sie einen Grund dafür, warum Sie Atheist sind ? Ich glaube nicht."

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Klarsicht/neu: 13.07.2017 10:58.

13.07.2017 10:53 Klarsicht/neu ist offline Beiträge von Klarsicht/neu suchen Nehmen Sie Klarsicht/neu in Ihre Freundesliste auf
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@Klarsicht:

Danke, ja. Kann ich gut gebrauchen. Ist mir zwar nicht fremd, aber über so eine Zusammenfassung bin ich noch nicht gestolpert. Mir ist sie nützlich.

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Zitat:
Original von língyáng
Deine Sichtweise halte ich allerdings auch für eine Möglichkeit. Hab' aber darüber noch nichts Ausführliches bzw. argumentativ gut aufbereitetes gelesen. Hast du da evtl. einen Buch-Tipp für mich?

Hermann Detering hat da einiges zu geschrieben.
Falsche Zeugen
Der gefälschte Paulus
Oh du lieber Augustin
Siehe auch http://radikalkritik.de/

Zitat:

Ja, der Autor schreibt schon auch (u.a.), dass er Jude war, und auch nichts anderes sein wollte. Aber noch wesentlich mehr. Z.B., dass "Jesus von Nazareth" für's damalige Judentum ein innerreligiöser Revolutionär (wie viele andere) war, wie auch eine politische Bedrohung für die Römer, die die ständigen Unruhen unter den Juden im besetzten Gebiet beherrschen wollten. Die Kreuzigung J.v.N.'s war (dem Autor nach) auch keine Ausnahme, sondern fast schon eine Regel von Aufrührern, die J.v.N. vergleichbar sind.

Wenn Jesus ein Messias hätte sein wollen, dann wäre er ein Führer für Aufstände gewesen.
Es gab zu jener Zeit ein paar davon, z.B. der Bar-Kochba-Aufstand angeführt von Simon bar Kochba, der auch für einen potentiellen Messias gehalten wurde.
Dafür, dass viele Messiase hingerichtet wurden, fehlen aber die Quellen.
Grundsätzlich wäre den Römern ein rein innerjüdisches Problem egal gewesen, d.h. das was Jesus angeblich getan hätte, hätte nicht zu einer Kreuzigung geführt. Erst wenn man sich aktiv gegen die Römer stellte, musste man mit einer angemessenen Hinrichtung rechnen.
Gerade da zeigt die Bibel aber ein anderes Bild, Jesus soll ja eben nicht zum Aufstand aufgerufen haben. "Geb dem Kaiser was des Kaisers ist" z.B. bezieht sich auf die Verweigerung der Juden den Römern die Steuern zu zahlen, da sie den Kaiser als lebenden Gott ablehnten.
Rein aus Gefälligkeit hätten die Römer niemanden gekreuzigt.

Zitat:

Vieles mehr beschreibt er auch noch in Bezug auf das grundsätzliche Leben/Traditionen/Überzeugungen/Strukturen (gesselschaftl. & politische) usw. sowohl der Römer, als auch der Juden in der damaligen Zeit. Kann ich in seiner Komplexität hier nicht adäquat wiedergeben - sorry. Liest sich aber m.E. insgesamt sehr stimmig und plausibel.

Das kann die Kirche auch ;)
Die Frage ist immer ... hat man Quellen als Belege oder nur Vermutungen?

Zitat:

Ein Atheist ist er also nicht Augenzwinker

Eher verdächtig .. so ein hin und her ... naja ;)

Zitat:

Sein musl. Glaube fließt m.E. zwar kaum, bzw. nicht erkennbar in seine Ausführungen ein. Aber ihm (wie auch anderen) einfach alles "glauben", halte ich eh für falsch. Spannung und Anregung zum Denken und Reflektion bietet das Buch m.E. trotzdem.

Sicher, auch Detering z.B. nehm ich nicht alles ab.

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@ bonito:

Du hast mit deinen Einwänden natürlich völlig recht. Sicher kann Aslan auch nicht behaupten, "die" Wahrheit über J.v.N. zu wissen. Als Quellen listet er eine 13seitige Bibliographie auf, was wohl auch dafür spricht, dass er bestehende Literatur (evtl. rosinenpickend) in ein neues Buch zusammengefasst hat. Er definiert sich offenbar zwar als "Religionswissenschaftler", aber was muss das schon heißen?!?

Aber dank dir, hat sich mir i.S. Jesus-Hypothesen eine neue Tür geöffnet freu . Danke dir dafür! "Falsche Zeugen" hab ich schon geordert und werd' mir das zu Gemüte führen.

Für mich persönlich spielt es eigentlich überhaupt keine Rolle, ob's J. wirklich gab. Aber ich halte es für wichtig in Dialogen mit Gläubigen gewappnet zu sein.

Nochmal vielen Dank für deine kritische Sichtweise und deine Buchtipps.


@ Chandartha:

Sorry, dein letztes posting hier ist meiner Aufmerksamkeit entschlüpft. Hab's erst jetzt entdeckt. rotanlauf

Danke auch dir für deine Ausführungen. Das Allermeiste war mir zwar durchaus schon bekannt, allerdings gab's ein paar Details, die ich gerne mit auf meine neuronale Festplatte speichere. freu

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