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Zum Ende der Seite springen Wissensschaftsbetrug
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língyáng língyáng ist männlich
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Zitat:
Original von bonito
Mhh also eine Studie ist nicht immer Wissenschaft, z.B. klinische Studien für die Zulassung von Medikamenten o.ä. haben mit "Wissenschaft" nichts zu tun.
Das sind sozusagen statistische Versuchsreihen ... der Sinn ist dabei eine letzte Risikoabschätzung für die Zulassung von irgendwas.

Das ist keine Forschung!

Das hat nichts mit seriös oder unseriös zu tun, das ist einfach nicht die Kategorie Wissenschaft.

Auch in der Forschung gibt es sicherlich Betrug, allerdings ist der Hintegrund da in der Regel die Selbstsucht einzelner, welches oft auch erkannt wird.
Bei den "Studien für Zulassungen" geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen, da stehen hinter dem Betrug in der Regel Organisationen.

Das sind wirklich zwei völlig verschiedene Dinge.

Auch wenn von "wissenschaftlichen Studien" gesprochen wird, ist das häufig nur ein PR Begriff und will sagen, man hätte wissenschaftliche Methoden angewendet.

Medizin ist da eingentlich gerade kein Sonderfall. Das kommt einem nur so vor, da man oft Menschleben höher schätzt als Tiere o.ä.
Die Probleme hast du bei der Zulassung von Giften für die Tier und/der Pflanzenzucht oder bei technischen Geräten aber genauso!

Ich habe da ein wenig Ahnung, da ich im medizinischen Bereich sowohl an wissenschaftlichen Studien als auch an Zulassungen von Pridukten mitgewirkt habe.
Die Rahmenbedingungen (gewünschte Ergebnisse, Gesetze usw.) sind völlig verschieden. Das sind Äpfel und Birnen und als solche nur sehr begrenzt vergleichbar.

top Coooooool ! cool

Was du sagst klingt so,
... als ob "die Wissenschaftler" nicht zu allererst selbst für ihren Ruf verantwortlich wären. Von den (meist hilflosen) Tieren u./o. Menschen, die infolge dieser Verantwortungslosigkeit ihr Leben lassen müssen ganz zu schweigen.

Was du sagst klingt so,
... als würdest du tatsächlich das Märchen von den "paar schwarzen Schafen" glauben, stur bzw. ängstlich daran festhalten und blind sein dafür, dass die Problematik eine systemimmanente ist.

Was du sagst klingt so,
... wie ein frommer, braver Muslim, der - angesprochen auf Islamisten, Dschihadisten und dgl. - sich aus der Distanzierungs-Verantwortung ggü. der Gesamtgesellschaft zieht mit den Worten: "Deren Glaube ist nicht der Islam! Das hat mit mir nichts zu tun, das geht mich nichts an!"

Was du sagst klingt so,
... als würdest du nicht in dieser Welt leben, sondern im Wolkenkuckucksheim der "Teflon"-Wissenschaft.


Und ich war so blöd Wutwand , bzw. naiv,
das nicht schon längst realisiert zu haben. rofl rofl rofl ... am Boden lachen

Ich fühle mich ja fast schon veranlasst, mich bei dir zu entschuldigen, dass ich dich überhaupt mit meinen Argumenten belästigt habe. lol

Aber gut:
Ich geb's auf. 1:0 für dich! - Gratulation Blumen schenken

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(língyáng)

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Ich bin mir nicht sicher womit ich den Sarkasmus verdient habe.

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Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten. (Gandhi)
03.08.2017 15:03 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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@ bonito:
Ich finde, das driftet hier zu weit vom Thema ab. Guck doch bitte hier:

http://religionskritik.net/forum/thread.php?threadid=6831

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(língyáng)
03.08.2017 16:25 língyáng ist offline Beiträge von língyáng suchen Nehmen Sie língyáng in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von bonito
Mhh also eine Studie ist nicht immer Wissenschaft, z.B. klinische Studien für die Zulassung von Medikamenten o.ä. haben mit "Wissenschaft" nichts zu tun.
Das sind sozusagen statistische Versuchsreihen ...
der Sinn ist dabei eine letzte Risikoabschätzung für die Zulassung von irgendwas.

Ich denke, richtg angewandte Statistik gehört sehr wohl zur Klasse von wissenschaftlichen Methoden.
WIKI: Statistik- Begriffserklärung: die Anwendung von statistischen Methoden in den Fachwissenschaften, Teilgebiete siehe Statistik#Anwendung

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Dass Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte. - Karlheinz Deschner

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03.08.2017 16:25 Hagen1 ist offline E-Mail an Hagen1 senden Homepage von Hagen1 Beiträge von Hagen1 suchen Nehmen Sie Hagen1 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Hagen1
Zitat:
Original von bonito
Mhh also eine Studie ist nicht immer Wissenschaft, z.B. klinische Studien für die Zulassung von Medikamenten o.ä. haben mit "Wissenschaft" nichts zu tun.
Das sind sozusagen statistische Versuchsreihen ...
der Sinn ist dabei eine letzte Risikoabschätzung für die Zulassung von irgendwas.

Ich denke, richtg angewandte Statistik gehört sehr wohl zur Klasse von wissenschaftlichen Methoden. ...


So sehe ich das auch. ja

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(língyáng)
03.08.2017 17:18 língyáng ist offline Beiträge von língyáng suchen Nehmen Sie língyáng in Ihre Freundesliste auf
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wissenschaftliche Methoden != Wissenschaft

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04.08.2017 08:09 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von bonito
wissenschaftliche Methoden != Wissenschaft

Ich kenne nicht die Bedeutung der Zeichenkombination "!=". Was willst du damit sagen?

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04.08.2017 08:52 Hagen1 ist offline E-Mail an Hagen1 senden Homepage von Hagen1 Beiträge von Hagen1 suchen Nehmen Sie Hagen1 in Ihre Freundesliste auf
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ungleich

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04.08.2017 14:24 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von bonito
wissenschaftliche Methoden ungleich Wissenschaft

Ich hatte geschrieben "richtig angewandte Statistik"
Gemeint also war:
Die Anwendung von Statistik gehört sehr wohl zur Klasse von wissenschaftlichen Methoden.

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04.08.2017 15:27 Hagen1 ist offline E-Mail an Hagen1 senden Homepage von Hagen1 Beiträge von Hagen1 suchen Nehmen Sie Hagen1 in Ihre Freundesliste auf
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>> Freitag, 22.04.2016

Der Direktor der Dr. von Haunerschen Kinderklinik in München, Christoph Klein, hat über Jahre eine experimentelle Studie vorangetrieben, bei der es zu mehreren Leukämie- und Todesfällen kam, [...]

Die Studie hatte zum Ziel, Kindern mit dem lebensbedrohlichen Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS) zu helfen. Zwischen 2006 und 2009 nahmen insgesamt zehn Jungen an der Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover teil, an der Klein damals tätig war. Bei neun Kindern wurde die Therapie vollständig durchgeführt. [...]

Nachdem die Therapie den Kindern zunächst Linderung verschaffte, erkrankten acht der neun Jungen an Leukämie oder einer Vorstufe von Leukämie. Bis heute sind drei der Patienten gestorben. [...]


Standardtherapie nicht ausgeschöpft

Womöglich hat Klein Kinder einer experimentellen Gentherapie unterzogen, deren Krankheit unter Umständen mit einer Standardtherapie behandelt hätte werden können. Der Münchner Professor sagt dazu, in Anbetracht vieler ethischer Argumente habe man sich in Bezug auf die Studie entschlossen, "die Frage der Verfügbarkeit eines allogenen Stammzellenspenders nicht in die Einschlusskriterien aufzunehmen." […]

Nach Ansicht von Experten entspricht dieses Vorgehen nicht wissenschaftlichen Standards. Der französische Forscher Alain Fischer, Kleins Doktorvater, sagt im "SZ Magazin", er sei überrascht, dass die deutschen Behörden die Studie so, wie sie war, genehmigt hätten. Damals hatten sich die Ethikkommission der Medizinischen Hochschule Hannover sowie die Bundesärztekammer mit der Studie befasst, berichtet das "SZ Magazin". […]

Akten, deren Herausgabe die "Süddeutsche Zeitung" rechtlich erzwang, zeigen, wie der preisgekrönte Mediziner trotz Warnungen anderer Experten die Studie fortsetzte.
Bereits vor Beginn der Studie sei Klein bekannt gewesen, dass mit vergleichbaren Gentherapie-Ansätzen behandelte Patienten in ähnlichen Studien in Paris und London bereits an Leukämie erkrankt waren, berichtet das Magazin. [...]

Klein wurde nicht zuletzt wegen seiner Gentherapie-Studie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Eva Luise Köhler Forschungspreis.
[...]<<


Quelle und ganzen Text lesen:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnos...-a-1088753.html

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(língyáng)

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06.08.2017 01:23 língyáng ist offline Beiträge von língyáng suchen Nehmen Sie língyáng in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Eine Pilotstudie (engl. pilot study, auch Lotstudie) ist eine Studie, die die Tauglichkeit einer These, die Marktreife eines Produktes oder die Zustimmung der Öffentlichkeit zu einem bestimmten Thema durch die Anwendung und Erprobung im Kleinen, anhand der Meinung, Wertung und dem Geschmack einer kleinen überschaubaren ...

Pilotstudie – Wikipedia

Ergo keine Wissenschaft ... sonder eher PR

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06.08.2017 13:09 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von bonito
Zitat:
Eine Pilotstudie (engl. pilot study, auch Lotstudie) ist eine Studie, die die Tauglichkeit einer These, die Marktreife eines Produktes oder die Zustimmung der Öffentlichkeit zu einem bestimmten Thema durch die Anwendung und Erprobung im Kleinen, anhand der Meinung, Wertung und dem Geschmack einer kleinen überschaubaren ...
Pilotstudie – Wikipedia


Ergo keine Wissenschaft ... sonder eher PR

Wissenschaft und PR lassen sich zwar theoretisch sehr gut - und verführerisch plausibel - trennen. Aber die realen Gegebenheiten strafen dieses Abstraktum Lügen!

Schon längst haben sich in der Praxis die Grenzen heillos vermischt und sind in permanentem, quicklebendigem und fließendem Übergang.

Ich denke, man sollte diesen Gegebenheiten ins Auge sehen und nicht an realitäts- und praxisfremden Theorien festhalten.

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(língyáng)

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von língyáng: 09.08.2017 02:01.

09.08.2017 01:21 língyáng ist offline Beiträge von língyáng suchen Nehmen Sie língyáng in Ihre Freundesliste auf
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Bisher behauptest du nur.

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09.08.2017 08:05 bonito ist offline E-Mail an bonito senden Beiträge von bonito suchen Nehmen Sie bonito in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von bonito
Bisher behauptest du nur.

Ich schreibe hier meine Meinung, wie jede/-r andere auch.

Weiteres, weil zu allgemein und zu wenig themenbezogen, siehe bitte hier:
http://religionskritik.net/forum/thread....84465#post84465

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09.08.2017 14:19 língyáng ist offline Beiträge von língyáng suchen Nehmen Sie língyáng in Ihre Freundesliste auf
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>> Unser Wissenschaftssystem belohnt dreiste Lügner


[...] Mit fehlerhaften Studien zerstören unredliche Forscher das Vertrauen in das System Wissenschaft

Die Wissenschaft lebt von ihrer Glaubwürdigkeit. Doch Betrug ist auch in deutschen Forschungsstätten keine Seltenheit [...]


Ein Wissenschaftler stellt einen Förderantrag, obwohl er das Ergebnis schon in der Schublade hat. Ein anderer veröffentlicht ein Manuskript, das er eigentlich begutachten soll, als eigene Forschung. Eine Arbeitsgruppenleiterin zeigt an, dass gegen Publikationen, die ihre Mitarbeiter geschrieben haben, Manipulationsvorwürfe erhoben werden. Die jungen Wissenschaftler haben tatsächlich Daten gefälscht. Aber gravierender ist, dass ihre Chefin sich nicht für den Wahrheitsgehalt der Studien interessiert hat und sogar als Ko-Autorin in Erscheinung trat.

Das alles sind Fälle, die sich in Deutschland ereigneten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sie gesammelt, sie kennt die Namen aller Beteiligten. Bis hinauf zu den höchsten Institutionen ist Manipulation mittlerweile ein Thema. [...]

Fehlverhalten, Manipulation, ja Betrug in der Wissenschaft werden zum Problem. Sonst hätte nicht der Wissenschaftsrat, das höchste deutsche Beratergremium auf diesem Gebiet, gerade ein langes Memorandum dazu veröffentlicht. Es ist ein Appell, dass sich dringend etwas ändern muss. Schon die Grundlagen des korrekten Arbeitens würden nur in der Hälfte aller Studiengänge gelehrt. Viele Experimente ließen sich nicht nachvollziehen, weil „weniger als die Hälfte der antwortenden Universitäten die Empfehlungen zur langjährigen Datenaufbewahrung bislang umgesetzt hat“. [...]

Der Rat bemängelt, dass sich der Trend verstärke, „eigene Ergebnisse als bahnbrechend zu qualifizieren, um sie veröffentlichen zu können“. Gerade biomedizinische Forschung verheißt viel. „Gier frisst Hirn“, sagt Wolfgang Löwer, der Ombudsman für die Wissenschaft, der seit zehn Jahren Fälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens aufarbeitet. In der kommenden Woche tagt das Gremium. Löwer denkt mit Schaudern an einen Aufsatz im Fachblatt „Nature“, der es 2014 bis in die Abendnachrichten geschafft hat. Der Versuch: Man nehme Zellen von Mäusen, kippe Zitronensäure dazu, rühre um – fertig. So kehrt man die Alterung um, erschafft Stammzellen. Therapien für Millionen. Menschheit gerettet. Doch die japanisch-amerikanische Gruppe hatte betrogen [...]

Dass an diesem Fall kein deutscher Forscher beteiligt war, ist Zufall. Denn Forschung funktioniert nicht mehr national. Sie ist weltweit vernetzt. Die Mechanismen, die zu Betrug, Täuschung oder zum Wegschauen führen, sind universell. „Die Konkurrenz ist gewaltig. Dazu kommt, dass heute durchgehend in Teams gearbeitet wird. Das erleichtert die Verwischung der Verantwortung, was Täuschung begünstigen kann“, sagt Löwer. In der aktuellen Ausgabe von „Nature“ stehen unter einem Artikel zum Zerfall von Elementarteilchen sage und schreibe 3000 Namen. Anhand solcher Extrembeispiele wird klar, wie schwer sich Verantwortung nachweisen lässt, wenn es zu Fehlverhalten kommt. [...]

Gewiss, die meisten Forscher arbeiten seriös. Die Fälle, die Löwer jedes Jahr bearbeitet, gehen nicht in die Tausende, nicht einmal in die Hunderte. Doch das heißt wenig. Denn er kümmert sich nur um Fälle, die nicht an Hochschulen behandelt werden. Vielerorts gibt es mittlerweile Ombudsleute. Aber eine Datenbank, die alle Fälle sammelt, fehlt. Auch sei das Dunkelfeld schwer zu überblicken, sagt Löwer. „Wir können nur dem nachgehen, was uns angezeigt wird.“ Meist kann bloß derjenige auf einen Missstand hinweisen, der selbst Teil des Systems ist. Die eigene Reputation infrage zu stellen, der Karriere zu schaden, den Fortbestand des Labors mitsamt seinen Kollegen zu gefährden, ist eine Schwelle, die schwer zu überwinden ist.

Anfällig sind alle Fächer. Die auf Grund prominenter Beispiele bekannteste Form des Fehlverhaltens – das Plagiat – sei aber eher rückläufig, sagt Dorothee Dzwonnek, Generalsekretärin der DFG mit Blick auf die von ihr untersuchten Fälle. Was wachse, sei der Betrug in Laboren und allen Wissenschaften, die sich mit selbst erhobenen Daten beschäftigten: „Es kommt vor allem in den Lebenswissenschaften zu einer Beschleunigung. Der Druck nimmt zu und dadurch die Gefahr und manchmal auch die Neigung, bewusst oder unbewusst Fehler zu begehen.“ Zukunftsangst ist das Hauptmotiv, das sich in den Rechtfertigungen findet. Wer gibt schon seinen eigenen Geltungsdrang zu?


80 Prozent der biomedizinischen Forschung sind „Müll“

In einer Artikelserie des Fachmagazins „Lancet“ stellten die Autoren im vergangenen Jahr fest, dass 80 Prozent der biomedizinischen Forschung „Müll“ seien. [...] „Wahr ist nur, was 'nachgekocht' werden kann“, bringt es Löwer auf den Punkt. Dies ist das Kernprinzip von Wissenschaft und Fortschritt. Doch es wird massenhaft missachtet. Rund 70 Prozent aller Studien in den Biowissenschaften sollen nicht reproduzierbar sein. Für die Neurowissenschaften kursieren Werte von bis zu 90 Prozent. [...]

So sind Eklats selten. Das „Journal of Vibration and Control“ hat im Juli 2014 auf einmal 60 Studien widerrufen, die sich als fehlerhaft herausgestellt haben. Gerade hat der Fachverlag BioMed Central 43 Aufsätze zurückgezogen. Bei der Begutachtung soll es zu Manipulationen gekommen sein. Gutachter können natürlich Fehler übersehen. Dass sie dies aber mit Absicht tun, ist eine neue Qualität. Im Internet bleiben solche Artikel trotz des Widerrufs oft abrufbar. Hier Transparenz zu schaffen versucht das Blog „Retraction Watch“ zweier Journalisten.

Darin werden die Gründe für einen Widerruf mitsamt der Studie aufgeführt. Jeden Tag kommen mehrere Einträge dazu. Rund 60 Prozent aller Widerrufe gehen auf Fehlverhalten und nicht auf unabsichtliche Fehler zurück.

Da kommt eine Hilfsdisziplin ins Spiel: die Statistik. „Es gibt in Deutschland nur sehr wenige Fakultäten und Lehrstühle für Statistik, an den Unis ist sie oft nur Wahlfach, etwa im Mathematik-Studium“, sagt Dorothee Dzwonnek. Das müsse sich dringend ändern, denn statistische Methoden würden mittlerweile in jedem Sektor benötigt. Das statistische Dilettantentum führt dazu, dass Ergebnisse von Befragungen und Experimenten zu schnell verallgemeinert, dass zu kleine, nicht repräsentative Fallzahlen herangezogen oder nicht passende Daten einfach übergangen werden. Bisweilen wird so lange experimentiert, bis das gewünschte Ergebnis rauskommt. Besonders hoch ist diese Versuchung, wenn der Auftraggeber aus der Wirtschaft kommt und viel Geld investiert hat. Wer auf Weiterförderung hofft, ja darauf angewiesen ist, der ist schon in der Gefahrenzone. Die Zahl der Forscher, die von nicht staatlichen Geldgebern abhängig ist, steigt kontinuierlich. Der Unabhängigkeit tut das nicht gut.

Mitverantwortlich für Fehlverhalten sind die Fachverlage. Wissenschaftler sind von Publikationen abhängig – nur wer viele hat, hat Erfolg. Randy Schekman, Medizinnobelpreisträger von 2013, zog damals im „Guardian“ einen Vergleich zur Finanzkrise. „Die Anreize, denen meine Kollegen ausgesetzt sind, sind nicht riesige Boni, sondern die professionelle Belohnung, die mit einer Veröffentlichung in den namhaften Journalen einhergeht – vor allem ,Nature‘, ,Cell‘ und ,Science‘. Diese luxuriösen Journale gelten als der Inbegriff von Qualität, die nur die beste Forschung veröffentlichen.“ Dabei würden die Magazine vor allem an der eigenen Reputation arbeiten. [...]

Eine Chance auf Veröffentlichung hat meist nur, wer Erfolg meldet. Klingt plausibel, ist aber fatal, weil es Fehlverhalten fördert. „Studien, die Hypothesen nicht bestätigen, werden nicht publiziert. Dabei kann das Scheitern die Wissenschaft sogar weiter bringen als eine Bestätigung“, sagt Thomas Kühne, der als Herausgeber des Magazins „JUnQ“ fungiert, das auf eine Initiative von Doktoranden an der Uni Mainz entstanden ist. „JUnQ“ ist ein Akronym für „Journal of Unsolved Questions“ (Journal ungelöster Fragen). In dem Magazin werden Studien veröffentlicht, die nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben, damit andere nicht noch einmal den Holzweg beschreiten. Doch natürlich glänzen Forscher lieber, als Irrtümer zuzugeben oder nachzumachen, was andere vermeintlich herausgefunden haben. Die Reproduktion von Studien gilt nicht als Leistung. Es gibt kaum finanzielle Förderung dafür. Deshalb fällt vieles lange nicht auf. Selbst grobe Vergehen.

So wie bei Jan Hendrik Schön. Der Österreicher forschte Ende der 90er- und Anfang der 2000er-Jahre in Konstanz und den USA. Im Schnitt veröffentlichte der Physiker 2001 alle acht Tage einen Artikel. Niemand wunderte sich. Nach Jahren flog er auf, weil er identische Messreihen zu unterschiedlichen Experimenten erstellt hatte. Schön verlor seinen Job in den USA, die Uni Konstanz entzog ihm den Doktorgrad, das war’s. „Leute wie Schön haben mehrere Doktoranden-Generationen auf dem Gewissen, die jahrelang versucht haben, ihre Ergebnisse zu wiederholen oder mit ihnen weiterzuarbeiten“, sagt Kühne. Schön arbeitet heute als Ingenieur bei einem Chemieunternehmen. Zu einer Verurteilung im Sinne des Strafrechts kam es nicht.


Manipulator darf sich weiter Professor nennen

Auch der Skandal um den Krebsforscher Friedhelm Herrmann ging für den Protagonisten glimpflich aus. Ihm wurde um die Jahrtausendwende nachgewiesen, 100 von 350 Veröffentlichungen manipuliert zu haben. Die DFG wollte ein Exempel statuieren und zog vor Gericht. Doch gegen eine Auflage zur Zahlung von 8000 Euro wurde das Verfahren eingestellt. Der Mann, der einen der größten Skandale der deutschen Forschungsgeschichte verantwortete, betreibt heute am Münchner Marienplatz eine Praxis als Onkologe. Er darf sich weiter Professor nennen.

Juristisch müssen die Delinquenten wenig fürchten. Denn es lässt sich schwer beweisen, was fehlerhafte Studien anrichten. „Für die Wissenschaft und in ihr wird akzeptiert, dass es ein abgeschlossenes System ist, das sich selbst reinigt“, sagt Dorothee Dzwonnek*. Darin ist der Verlust von Titel und Ansehen die schlimmste Strafe. [...].

Für den Einzelnen mag es dann schlimm sein, am Pranger zu stehen. Schwerer wiegt der Verlust der Glaubwürdigkeit für das System Wissenschaft als Ganzes. Wie schnell die schwinden kann, haben die Plagiatsfälle unter Politikern gezeigt. „Drei Motive leiten alle Wissenschaft an“, sagt Wolfgang Löwer, „und so positiv die entsprechenden Vokabeln besetzt sind, in ihnen sind auch die Gründe für Betrug und Täuschung aufgehoben: In Neugier steckt Gier, in Ehrgeiz die Bereitschaft, mit der Ehre zu geizen, und die Leidenschaft lässt uns nicht selten leiden.“ <<


Quelle:
https://www.welt.de/politik/deutschland/...te-Luegner.html


* Dorothee Dzwonnek, Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothee_Dzwonnek

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TLDR

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not IMHO Grins

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